Perspektiven der Kollegstufe

Die Karl-Popper-Kollegstufe wurde gegründet, um Schülerinnen und Schülern der Karl-Popper-Schule nach der Jgst. 10 eine Fortsetzung ihres Bildungsweges anbieten zu können, auch wenn sie nicht zum Besuch einer Regelschule in der Lage sind. Die Zielgruppe der Kollegstufe wie auch der KPS sind begabte Jugendliche, die im Lauf ihrer Schullaufbahn krisenhafte Episoden erlebt haben oder die aufgrund besonderer persönlicher Bedürfnisse einen individualisierenden Unterricht brauchen. Inzwischen haben die ersten Absolventen ihre Abiturprüfung abgelegt.

Die gegenwärtigen Planungen sehen vor, dass die Kollegstufe im Schuljahr 2024/25 in eine genehmigte Oberstufe eingebracht wird – unter Erhaltung der individuellen Förderung, die Kern der Konzeption der Karl-Popper-Schule und der Kollegstufe war und noch ist.

Die KPS ist aktuell in finaler Abstimmung mit einem neuen Träger. Dieser wird bei erfolgreich abgeschlossener Verhandlung schnellstmöglich als Ergänzung zu seiner bestehenden Grund-, Haupt-  und Realschule eine Oberstufe beantragen, die dann auch von den Kollegiaten der KPK besucht werden kann. 

Auch in einer genehmigten Oberstufe wird noch für mehrere Jahre das Nichtschülerabitur abgelegt (§171 Abs. 5 HSchG). Erst mit der Anerkennung wird die Schule auch bei der Durchführung der Prüfungen den staatlichen Schulen gleichgestellt.

Bei einem Nichtschülerabitur stehen die Nachteile, dass zwei Fächer mehr geprüft werden, den Vorteilen gegenüber, die daraus entstehen, dass die Jugendlichen bis zum Abitur an der Entwicklung ihrer Leistungen arbeiten können (im internen Abitur gehen die Leistungen während der Qualifizierungsphase bereits in die Abiturnote ein). Dieser Vorteil hat sich vor allem für die Kollegiatinnen und Kollegiaten mit ungewöhnlichen Bildungsbiografien bewährt.

Rechtliche Einschränkungen bei der Zulassung zur Abiturprüfung bestehen (im Unterschied zu privaten Vorbereitungsinstituten) für Schüler einer genehmigten Oberstufe nicht – es gibt also auch keine Altersgrenze zum Zeitpunkt der Anmeldung .   
s. Nichtschülerabitur Hessen